Wofür CineSetup steht
CineSetup ist aus einem ziemlich einfachen Gedanken entstanden:
Am Set fehlen selten die großen Dinge. Meist fehlen die kleinen.
Der Akku, der schon wieder lose in der Tasche liegt. Der Filter, von dem alle glauben, er sei draußen. Die Klappe, die genau dann nicht dort ist, wo sie sein sollte. Die Kimtechs, die aussehen, als hätten sie drei Wetterlagen und eine Motivfahrt überlebt. Ich arbeite selbst am Set und kenne diese kleinen Nervigkeiten. Manche sind nicht dramatisch. Aber nach zwölf Stunden, mit Zeitdruck, Wetter, Funk im Ohr und jemandem, der „wir drehen gleich“ sagt, obwohl noch niemand wirklich gleich dreht — dann zählt jedes bisschen Ordnung.
CineSetup baut und sucht genau dafür Produkte.
Kleine Helfer. Leichte Materialien. Günstige Lösungen. Dinge, die nicht wichtig aussehen müssen, um wichtig zu sein.
Über 3D-Druck
Ein 3D-Drucker ist im Prinzip eine Heißklebepistole auf Steroiden. Nicht besonders romantisch, aber ziemlich praktisch.
Für CineSetup ist diese Technik perfekt, weil ich damit schnell entwickeln, testen und verbessern kann. Gerade in einer Branche, die sich ständig verändert, ist das ein großer Vorteil. Wenn ein Produkt am Set noch nicht ganz sitzt, kann ich es anpassen, statt erst auf Werkzeuge, Formen oder große Mindestmengen zu warten.
Gleichzeitig ist 3D-Druck nicht so makellos wie klassische Fertigungsverfahren wie Spritzguss, Laserschneiden, CNC-Fräsen oder echte Handarbeit. Je nach Material, Farbe und Bauteil können kleine Fehlstellen, leichte Farbabweichungen, sichtbare Schichtlinien, unregelmäßige Oberflächen oder minimale Maßabweichungen entstehen. In seltenen Fällen können auch strukturelle Schwachstellen auftreten.
Das gehört leider ein Stück weit zur Technik dazu. Nicht jeder kleine optische Makel bedeutet, dass ein Produkt schlechter funktioniert. Fehldrucke oder Teile, die ich nicht verkaufen möchte, versuche ich trotzdem sinnvoll selbst zu nutzen, statt sie direkt auszusortieren oder zu recyceln.
Es kann also sein, dass eure Artikel leichte Artefakte, kleine Ungenauigkeiten oder sichtbare Druckspuren auf der Oberfläche haben. Ich versuche aber, euch nur die beste Qualität zukommen zu lassen.
Praktisch schlägt perfekt
Ich entwickle viele Produkte schnell, teste sie, verbessere sie und werfe Ideen auch wieder raus, wenn sie am Set nichts taugen.
Es muss halten, passen, helfen und bezahlbar bleiben. Wenn es dabei noch gut
aussieht: sehr schön. Wenn nicht: später. Erstmal muss es funktionieren.
Der Vorteil von 3D-Druck ist genau das: Ich kann schnell reagieren. Wenn sich zeigt, dass ein Halter zu stramm sitzt, ein Tag größer sein sollte oder ein Detail nervt, wird es geändert. Kein Drama, kein fünfjähriger Produktzyklus, kein Meeting mit zwölf Leuten und Obstkorb.
Nur: Problem gesehen. Lösung gebaut. Weiter verbessert.
Für Assistenzen gemacht
Viele Produkte richten sich besonders an Kameraassistenzen, weil dort unglaublich viel Kleinkram zuverlässig funktionieren muss.
Akkus müssen sortiert sein. Filter müssen erkennbar bleiben. Tücher sollen sauber und trocken bleiben. Die Klappe soll griffbereit sein, aber nicht ständig irgendwo im Weg herumstehen. Und wenn ein kleiner Keil gebraucht wird, will niemand erst eine halbe Werkstatt aus dem Auto ziehen.
Darum setze ich bei vielen Produkten auf leichte Materialien wie PLA oder TPU. Nicht, weil das immer die edelste Lösung ist. Sondern weil es oft die sinnvollste ist.
Leicht. Schnell herstellbar. Bezahlbar. Gut genug für den harten Alltag. Und wenn es kaputtgeht, ist nicht direkt ein kleiner Kredit nötig.
Luxus ist schön. Aber ein funktionierender kleiner Helfer für einen fairen Preis ist am Set meistens deutlich beliebter als ein überdesignter Gegenstand, den man nur mit Samthandschuhen anfassen möchte.
Samthandschuhe sind sowieso unpraktisch beim Objektivwechsel.
Nachhaltigkeit, aber ohne Predigt
Ich glaube nicht daran, dass jedes Produkt die Welt retten muss. Das wäre auch etwas viel Verantwortung für einen Filtertag.
Aber Produkte können trotzdem sinnvoller entstehen.
CineSetup soll keine Marke sein, die einfach möglichst viel Zeug in die Welt kippt, nur weil irgendwo noch ein Regal frei ist. Ich versuche, Produkte zu entwickeln und einzukaufen, die echte Probleme lösen, lange nutzbar sind und den Setalltag besser machen.
Kleine Serien helfen dabei. Ich muss nicht von jedem Teil sofort riesige Mengen produzieren lassen. Viele 3D-gedruckte Produkte können nach Bedarf entstehen. Das reduziert Lager, Fehlmengen und unnötigen Ausschuss.
Ist das perfekt nachhaltig? Nein.
Ist es bewusster als „Hauptsache billig, Hauptsache viel“? Ja.
Und irgendwo zwischen diesen beiden Punkten versuche ich, vernünftig zu arbeiten.
Bewährtes bleibt. Neues kommt dazu.
CineSetup startet mit 3D-gedruckten Sethelfern, weil sie schnell entwickelbar, anpassbar und für viele Probleme genau richtig sind.
Aber das Sortiment wird wachsen.
Neben eigenen Produkten möchte ich auch altbewährte Dinge aufnehmen:
Verbrauchsmaterial, kleine Werkzeuge, Markierungen, Taschen, Halterungen und alles, was am Set regelmäßig gebraucht wird, aber oft unnötig teuer, schwer zu bekommen oder einfach schlecht gelöst ist.
Nicht jedes Produkt muss neu erfunden werden. Manche Dinge müssen nur endlich in einer guten Variante verfügbar sein.
Und ja, manchmal ist die beste Innovation einfach:
„Das gibt es schon, aber könnten wir es bitte brauchbar, bezahlbar und ohne
Lieferzeit aus der Unterwelt bekommen?“
Kein Hochglanz-Versprechen
CineSetup ist kein riesiger Konzern. Keine Abteilung für Markenstrategie, keine Empfangsdame, kein Konferenzraum mit Glaswand.
Im Moment ist es vor allem: eine Person, Seterfahrung, ein 3D-Drucker, viele Ideen und der feste Wille, nützliche Produkte schneller auf den Markt zu bringen.
Das bedeutet: Das Sortiment wächst Schritt für Schritt. Manche Produkte werden verbessert. Manche verschwinden wieder. Manche kommen erst, wenn Import, Muster und Qualität endlich passen. Aber genau das ist auch der Punkt.
CineSetup soll beweglich bleiben. Nah am Set. Nah an echten Problemen. Und nah an den Menschen, die diese Dinge täglich benutzen.
Ich nehme mich selbst nicht zu ernst.
Aber ich nehme ernst, was ich tue.
Und wenn dadurch am Set ein bisschen weniger Chaos entsteht, hat sich das Ganze schon gelohnt.